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Annie allein in Australien … -

Annie allein in Australien …

3. Mai 2018

The Assassins Blade von Sarah J. Maas (nein, ich bin nicht besessen)

Magisterium von Cassandra Clare und Holly Black

Die Akte Jane. Plötzlich hatte ich mal wieder Lust auf den Film.

Es war von Anfang an klar, dass es passieren würde, aber es war doch sehr traurig, als Mama abreisen musste.

Sydney

Aber zunächst hatten wir noch drei wunderschöne Tage zusammen. Wir kamen um 12 Uhr mittags am Flughafen an, nahmen ein Taxi zum Hotel, brachten unser Gepäck ins Zimmer, fuhren zur Dachterrasse, sahen, dass wir nur zwei Meter von der Oper entfernt waren (so ungefähr) und Mama beschloss, dass wir eine Hafenrundfahrt machen würden. Eine, die um 14.15 starten würde. Also machten wir uns rasch auf den Weg zum Circular Quay und haben es tatsächlich noch rechtzeitig geschafft. Das Wetter war toll und wir saßen zwei (oder drei???) Stunden in der Sonne, fuhren an der Oper vorbei und an Mrs Macquaries Point, am Marinehafen, an all den teuren Bezirken, in denen Hugh Jackman und Nicole Kidman ihre Besitztümer haben, bis hin zum Ozean.

Weil wir Glückskekse sind, haben wir Delfine gesehen, aber keine Haie. Und das obwohl es Haie im Hafen gibt. Die Legende besagt, dass die Europäer erst dafür gesorgt haben, dass sie hier schwimmen, da sie an den Ufern Schlachthäuser errichtet haben und die Abfälle ins Wasser kamen. Und mit dem ganzen Blut eben auch die Haie. An manchen Stränden sind daher Hainetze angebracht.

Am nächsten Tag sind wir mit dem Bus von Free Tours Sydney gefahren, der 18 Dollar kostet. Die Tour startet am Hyde Park, wo jede Menge Ibisse über die Wiesen stolzieren. Ich hatte ja keine Ahnung, dass es diese Vögel auch in Australien gibt. Irgendwie habe ich sie immer nur mit Nordafrika in Verbindung gebracht. Die Tour führt in drei Stunden bis zum Bondi Beach und zurück und war sehr informativ und lustig. Am berühmtesten Strand Australiens haben wir ein Eis gegessen, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Vom Hyde Park liefen wir zum Botanischen Garten und das erste, was uns begrüßte, waren Kakadus, die am Brunnen getrunken haben. Ich wusste auch nicht, dass hier so viele Kakadus leben! Vielleicht habe ich keinen einzigen Reiseführer für Australien gelesen … Wir saßen in der Sonne, haben gelesen, im Café was getrunken und sind dann bis zur Oper gelaufen für noch ein paar Eindrücke. Die Oper ist gar nicht weiß, so wie ich gedacht hatte, sondern beige, aber trotzdem ist sie beeindruckend.

Der 25. April ist ANZAC Day, der Feiertag für die Streitkräfte. So stelle ich mir Fleet Week in San Diego vor. Überall Männer in Uniform … Und Frauen auch. Wir sind in den Wildlife Zoo gegangen. Wir sind ja immer ein wenig skeptisch, was Zoos angeht, weil uns die Tiere immer so leid tun, wenn sie in viel zu kleinen Käfigen gehalten werden, aber hier waren wir begeistert. Zum einen gibt es nur ein paar Tiere und die Gehege sind wirklich groß. Zu den Kängurus kann man sogar reingehen (also man muss auf einem mit Seil abgetrennten Pfad bleiben, aber es ist kein Glas oder Zaun zwischen einem selbst und den Tieren). Und überall fliegen Zebrafinken, Gouldamadine und Loris herum.

Normalerweise sagt Mama nicht ja, wenn etwas extra kostet. Umso erstaunter war ich über das enthusiastische JA zur Koala-Erfahrung. Man konnte die knuddeligen Bärchen ganz nah sehen, Fotos mit ihnen machen und es war einfach nur großartig. Auch, wenn man sie nicht anfassen durfte, aber das ist wahrscheinlich auch besser für die Tiere. Aber es hat mich doch in den Fingern gejuckt …

Und dann kam der furchtbare Moment, der schlimmste Tag meiner Reise, als ich Mama am Flughafen abliefern musste. Selbst jetzt, eine Woche später, werde ich noch ganz traurig, wenn ich daran denke. Es waren sieben großartige Wochen und sie waren so schnell vorbei. Aber es gibt ja immer eine nächste Reise. Übrigens ist Mama git zuhause angekommen. Vielleicht habe ich die ganze Zeit ihre Flüge in Echtzeit verfolgt. Vielleicht auch nicht.

Melbourne

Am nächsten Tag stieg ich in den Zug nach Melbourne. Zehn Stunden. Eigentlich wollte ich schreiben, aber stattdessen habe ich die ganze Zeit das Hörbuch zu A Court of Mist and Fury von Sarah J. Maas gehört. Ups. Aber jede Fahrt geht einmal vorbei. Gott sei Dank. Ich mag gar nicht an den Rückflug denken, aber ich hab ja noch ein bisschen Zeit.

Jetzt bin ich schon den fünften (oder sechsten?) Tag in Melbourne und finde die Stadt und ihre Umgebung sehr schön. Aber ich fand auch Sydney toll, obwohl ich von vielen gehört habe, dass ihnen Sydney nicht wirklich gefällt. Ich mochte es jedenfalls sehr. Aber zurück zu Melbourne.

Im Lonely Planet gibt es einen Spaziergang durch die Arkaden und die Streetart-Straßen der Stadt. Mein erstes Hotel war ganz in der Nähe. Besonders die Hosier Lane ist auf allen Seiten von Grafitti umgeben, teils einfach nur schreiend bunt, teils echte Kunst, die einem den Atem verschlägt.

Die Arkaden sind ebenfalls sehr interessant und erinnern an das „alte“ Melbourne. Eine meiner liebsten Fernsehserien ist Miss Fishers Murder Mysteries, die in Melbourne nach dem ersten Weltkrieg spielt, und immer wieder fühle ich mich in diese Zeit versetzt. Auch die Flinders Street Station hat mir dieses Gefühl gegeben. Manchmal habe ich das Gefühl, in der falschen Zeit geboren worden zu sein (obwohl, damals hätte ich wahrscheinlich nicht so reisen können), daher fühle ich so eine Verbindung zu den „Roaring 20ies“.

Um die Stadt vom oben zu sehen, gibt es das Eureka Skydeck. Vom 88. Stock kann man die Stadt in all ihrer Schönheit vom Meer bis ins Landesinnere betrachten. Leider ist die Plattform verglast (obwohl man auch The Edge besuchen kann, das im Freien ist), daher kann man keine spiegelungsfreie Fotos machen. Klar, der Wind wäre furchtbar gewesen, aber ich präferiere es, wenn man im Freien ist.

Von dort ging es zum Shrine of Remembrance neben dem botanischen Garten. Von hier hat man auch einen schönen Blick auf die Innenstadt. An dem Tag war es ein kleines wenig diesig, daher war alles nicht ganz klar, aber es war trotzdem ein schöner Ausblick. Durch den botanischen Garten, Birrarung Marr und Fitzroy Gardens bin ich zurück zu meinem temporären Zuhause in East Melbourne gelaufen. Melbourne ist echt grün.

Gestern habe ich noch eine Tagestour zur Great Ocean Road gemacht. Wenn ich gewusst hätte, dass man 600km lang im Bus sitzt, hätte ich das nicht gemacht. Ich mag lieber Touren, in denen man mehr Zeit vor Ort hat und nicht so viel im Bus sitzt. Trotzdem hat sich der Besuch natürlich gelohnt.

Nicht nur die Twelve Apostles und Loch Ard Gorge, auch der Spaziergang durch den Regenwald der gemäßigten Breiten war toll. Hier stehen vor allem Mountain Ash, ein Eukalyptusbaum, der als zweitgrößter Baum der Welt gilt, nach den kalifornischen Redwoods. Wenn sie älter werden, höhlen sie oftmals aus und es gibt eine Legende, das es die Fruchtbarkeit steigert, wenn Frauen durch den hohlen Stamm laufen. Ich hab es nicht ausprobiert.

Aber die Shipwreck Coast war natürlich das absolute Highlight. Die Steinformationen sind zwar nur Felsen, aber irgendwie üben sie eine besondere Faszination aus. Da dies die größten Attraktionen Victorias sind, kann man sie nur mit seinen engsten fünfhundert asiatischen Freunden besuchen. Vielleicht wenn man frühmorgens da ist, ist es anders, aber kurz vor Sonnenuntergang war es sehr voll.

Und ich habe meine ersten beiden Koalas in der „Wildnis“ sehen! Okay, es sind nur Koala-Suchbilder, aber das war wirklich cool! Leider kein Schnabeltier, Ameisenigel oder Känguru, aber das kommt – hoffentlich – noch. Nach drei Stunden Rückfahrt konnte ich meine Beine nicht mehr fühlen …

Fotos und Videos finden sich hier.

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  1. Pingback: Meine Top 5 in Melbourne -

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