Island und Grönland 2017

Von Juli bis August 2017 sind wir an Bord der Aida Cara ins ewige Eis gefahren. Unsere Kreuzfahrt ging in Hamburg los. Infos und Fotos zu den einzelnen Stops gibt es beim Klick auf die jeweiligen Städte.

  1. Tag: Invergordon, Schottland (Highlander-Castle-Tour)
  2. Seetag
  3. Tag: Seydisfjördur, Island (Auf-den-Spuren-der-Elfen-Tour)
  4. Tag: Akureyri, Island (Whalewatching)
  5. Seetag
  6. Seetag
  7. Seetag
  8. Nuuk, Grönland (City-Tour)
  9. Seetag
  10. Illulissat, Grönland (Eisfjord-Tour während der Mitternachtssonne)
  11. Seetag
  12. Seetag
  13. Qaqortoq, Grönland (Stadtspaziergang)
  14. Seetag
  15. Seetag
  16. Reykjavik, Island (Gulford, Geysir und Thingvellir-Tour)
  17. Seetag
  18. Shetland-Inseln
  19. Orkney-Inseln
  20. Seetag
  21. Hamburg

Hier die Zusammenfassung der Reise!

Grönland

Der Grund für die Reise und auch das Highlight war Grönland. Wenn ich diese Kreuzfahrt nicht gemacht hätte, wäre ich niemals nach Grönland gekommen, weil es nie auf meiner Liste gestanden hätte, aber ich bin froh, es gesehen zu haben.

Leider hatten wir das Pech nicht durch den Prinz-Christian-Sund fahren zu können, weil die Eisberg in den Sund und nicht aus dem Sund getrieben wurden. Während alle Männer sofort ihre Wetterapps bemühten, um die Aussage des Kapitäns zu überprüfen, habe ich einen Tag mit Seekrankheit zu kämpfen gehabt, okay, einen Nachmittag.

Unser erster Stopp war die Hauptstadt Nuuk, die ich nicht besonders sehenswert fand. Nur der alte Stadtkern ist wirklich hübsch, aber leider nur sehr klein. Von dieser nordischen Bauweise mit den farbenfrohen Häusern hätte ich gerne mehr gesehen. Aber so konnten wir bei wirklich sonnigen, warmen Wetter in einem kleinen Café sitzen, was auch sehr schön war. Und wer hätte gedacht, dass es in Grönland warm sein könnte? Nur die ganzen Mücken haben gestört.

Der nördlichste Punkt unserer Reise war Illulissat mit dem Eisfjord am aktivsten Gletscher Grönlands, der für 10 (?) Prozent aller Eisberge verantwortlich ist und auch den produziert haben soll, der die Titanic versenkt hat. Zunächst haben wir die kleine Stadt besucht, die Ausgangspunkt für viele Abenteuer ist. Es ist einfach krass, bei fünfundzwanzig Grad im T-Shirt rumzulaufen und im Hafen die Eisberge rumschwimmen zu sehen. Nachts ging es dann für uns auf eine Eisfjord-Bootstour, die uns sehr begeistert zurückgelassen hat. Was wir nicht wussten, war, dass dieser Tag der letzte war, an dem die Sonne nicht unterging, weswegen es auch um Mitternacht noch hell war und wir stundenlang Abenddämmerung genießen konnten. Ich hatte es nicht gewusst, aber Mitternachtssonne ist atemberaubend.

Der letzte Stopp war Qaqortoq, aber das hat sich meiner Meinung nicht wirklich gelohnt. Ich glaube, man wollte halt noch einen Stopp einfügen, damit es nicht zu viele Seetage hintereinander gibt. Danach ging es nach Shetland und Orkney und wieder zurück nach Hamburg.

Island

Die beiden nächsten Stopps auf unserer Kreuzfahrt waren in Island. Diese Insel war schon immer der Traum meines kleinen Pferdemädchenherzens, hatte dann aber an Bedeutung verloren, als ich herausgefunden habe, wie groß die Welt ist.

Unser erster Stopp war in Seyðisfjörður, einem malerischen kleinen Ort, in dem sich vor allem Maler niedergelassen haben. Gerade einmal 700 Menschen leben hier, aber es ist ein guter Ausgangspunkt, um den Osten der Insel zu erkunden. Wir habe eine Tour mit Namen „Auf den Spuren der Feen“ gemacht, die im Grunde aus einer sehr langen Busreise durch die wilde Landschaft bestand bis zu dem Felsen, in dem die isländische Feenkönigin haust. Ich habe mich gefreut, Islandpferde zu sehen und die kleinen Papageientaucher, die auf englisch Puffins heißen.

Unser zweiter isländischer Stopp war Akureyri, eine kleine Stadt mit einem sehr netten Café. Außerdem kann man hier Buckelwale beobachten, was wir getan haben. Mama und ich haben uns sehr gefreut, dass wir wirklich gute Sicht hatten (auch, wenn sie nicht gesprungen sind, wie ich das in Kalifornien gesehen habe), aber es war soooo kalt.

Auf der Rückfahrt haben wir dann noch einen dritten Stop in Island gemacht und zwar in Reykjavik. Leider hatten wir gar keine Zeit uns die Stadt selbst anzusehen, aber wir haben eine schöne Tour zum Gulford-Wasserfall, zu den Geysiren und zu den Kontinentalplatten, Thingvellir, gemacht. Die Geysire haben mich besonders beeindruckt, da ich bisher noch nie einen so ausbrechenden Geysir gesehen habe. Bei meinen vorherigen Reisen waren es eher brodelnde, dampfende Dinger, daher war das hier sehr cool. Thingvellir fand ich auch sehr interessant, da man hier mit dem einen Fuß auf der eurasischen Platte und mit dem anderen auf der nordamerikanischen Platte stehen konnte.

Island ist auf jeden Fall eine Reise wert und ich fahre bestimmt noch mal hin, weil man auf so einer Kreuzfahrt nur einen kleinen Ausschnitt des Landes sieht, aber sich kein umfassendes Bild machen kann.

Schottland

Im Juli 2017 sind meine Mama und ich für 21 Tage in See gestochen. Unser erster Stopp war Invergordon in Schottland. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir dort angekommen und haben eine Bustour zum Eilean Donan Castle, dem Stammsitz des Clans Macrae. Bekannt ist das Schloß vor allem als Kulisse der Highlander-Filme.

Auf dem Weg sind wir an verschiedenen anderen Schlössern vorbeigekommen und am Loch Ness, der so riesig ist, dass er nicht auf ein Bild passt. Auf dem Rückweg sind wir noch an einem kleinen Ort vorbeigekommen, in dem ein süßer, kleiner Bahnhof war, der so aussah, als könnte man von hier in jede bekannte Fantasy-Welt reisen.

Auf dem Rückweg waren wir noch auf den Shetland-Inseln. Hier haben wir eine kleine Bustour gemacht, unter anderem um die süßen Shetties zu besuchen. Leider hatten wir hier unseren einzigen Regentag, weswegen sie eher traurig aussahen. In meiner Vorstellung wären sie mit wehender Mähne über die Wiese galoppiert. Das ist jetzt nicht passiert.

Der letzte Stopp waren dann die Orkney-Inseln, wo wir noch mal viel zu der Wikingervergangenheit der Gegend erfahren haben. Außerdem gibt es hier auch einen Steinkreis wie Stonehenge, was auch sehr interessant war.

Nach diesem Stopp ging es für uns zurück nach Hamburg.