Ich werde Farmersfrau auf Amantani

26. Januar 2017

Echt jetzt.

Ich seh schon mal nicht schlecht in der traditionellen Kleidung der Menschen der Insel Amantani aus, wie die Fotos beweisen, und ich habe auch schon einen Galan. Den Präsidenten der Insel. Darunter geht’s bei mir auch nicht …

Aber ich fange doch lieber erst mal am Anfang an. Ich hatte also die verlorene Stadt der Inka gefunden und bin danach nach Puno gefahren. Mein Buspech hielt an und ein LKW ist gegen den Spiegel gefahren, der daraufhin das Fenster zertruemmerte. Gott sei Dank nicht meines, obwohl ich ganz vorne auf der rechten Seite saß, also da, wo der Spiegel kaputt ging. Da der LKW Fahrerflucht beging, mussten wir auf die Polizei warten und dann zu einer Werkstatt. Mit zwei Stunden Verspätung kam ich dann in Puno am Titikakasee an. Der See ist angeblich der höchstgelegene befahrbare See der Welt, aber es gibt Zweifler. Nämlich die, die wissen, dass es in Chile höhere, befahrbare Seen gibt. Jedenfalls ist der See etwa 3800 Meter hoch. Wenn man bedenkt, dass die Zugspitze 2900 Meter hoch ist … Diese Info habe ich von einem Bayer. Ich selbst habe keine Ahnung, wie hoch irgendein Berg ist. Ach doch, der Cotopaxi in Ecuador ist zwei Meter höher als der Kilimandscharo (wie auch immer der geschrieben wird). Na gut, dass war auch keine genaue Angabe, aber doch ein bißchen was.

Um den See zu erkunden, muss man auf die Inseln. Zunächst auf Los Uros, die schwimmenden Inseln, die einmalig in der ganzen Welt sind. Sie werden ganz und gar aus Schilf gefertigt. Alle paar Wochen muss eine neue Schicht oben drauf, weil sie ja unten wegrotten. Laufen ist ganz lustig darauf.

Das größte Problem ist das alles so touristisch ist. Ich persönlich finde es ja besser, wenn es authentisch ist, aber das ist hier wohl nicht mehr möglich. Überall laufen andere Touristen herum.

Auch auf Amantani. Auf der Insel wollte ich übernachten. Abends gab es ein Fest für die Touristen, bei dem man sich in den traditionellen Gewändern der Einwohner kleiden musste und die traditionellen Tänze getanzt hat. Ich fand es  echt interessant und lustig, aber auch hier ging es doch nur um touristischen Zirkus. Und trotzdem, manchmal ist auch das ganz nett. Ich hab es jedenfalls genoßen.

Am nächsten Tag ging es nach Taquile. Allerdings fand ich die Insel nicht so interessant, muss ich sagen. Ich weiß auch nicht, was man als Tagestourist dort machen soll. Aber nun ja, das Essen war lecker.

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