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Unterwasserabenteuer -

Unterwasserabenteuer

26. Januar 2017

Eigentlich stand Brasilien gar nicht auf meiner Reiseliste, weil ich dachte, das wäre zu weit abseits meiner Route. Aber in Kolumbien erzählte mir jemand, dass man mit dem Zug von Bolivien bis ins Pantanal fahren könnte und das in „nur“ zwölf Stunden. Da das wirklich eine annehmbare Zeit für die riesigen Entfernungen in Südamerika sind (meine längste Busfahrt war 36 Stunden), habe ich es gemacht und nicht bereut.

Von Corumba aus bin ich für drei Tage ins Pantanal gefahren. Am ersten Nachmittag war ich beim Tubing. Auf dem Hinweg mit dem Boot haben wir Kaimane gesehen, jede Menge und dann nach der nächsten Biegung sagt der Guide: So, jetzt spring ins Wasser. Das hab ich dann natürlich auch getan. Um das mal zu verdeutlichen: Ins gleiche Wasser, in dem noch fünf Minuten zuvor Kaimane gesichtet wurden. Von mir höchstpersönlich. Außerdem war das Wasser voller Piranhas. Ich habe nämlich … Aber dazu kommen wir noch. Jedenfalls habe ich dann zwei Stunden in dem Reifen gelegen und die ganze Zeit gedacht, dass mir gleich was in den Arsch beißt. Wörtlich genommen. Aber nichts.

Mein Tubing-Ausflug war also ungetrübt.

Nachts sind wir wieder mit dem Boot rausgefahren, um Jaguare zu beobachten, aber die sind nicht aufgetaucht. Stattdessen haben wir eine Million Kaiman-Babies gesehen. Der Guide hat auch eines in die Hand genommen. Das fand ich jedenfalls nicht gut, weil das arme kleine Kuscheltier doch bestimmt einen Herzinfarkt bekommen hat. Aber angefasst hab ich es trotzdem … Schande ueber mich und meine Kuh.

Am nächsten Tag ging es auf die Jeepsafari und ich schwör (echt) wir haben alle 12 bis 15 Millionen Kaimane, die das südliche Pantanal bewohnen, gesehen. Ausserdem jede Menge Capybaras, die sie Wasserschweine nennen, dabei sind es Riesenratten. Wir haben Widlschweine und Füchse gesehen, 1000 Nasenbären, Tukane noch und nöcher, Papageien, Schlangen (na gut, Einzahl), Affen, Riesen-Wespen und argentinische Killerbienen. Da musste man ganz leise sein, damit die einen nicht killen.

Dann war ich noch reiten. Das war ein bisschen langweilig, weil wir nur einen Babykaiman gesehen haben. Und es war so heiß. 40 Grad oder so und um Pferde herum sind immer so viele Moskitos. Ich hab kaum noch Beine, es sind alles Stiche. Ach ja, und Störche haben wir gesehen. Und die Schlange musste ich anfassen. Ich hatte gar keine Wahl.

Am dritten Tag waren wir dann Piranha-Fischen. Wir haben ein Rinderherz zerschnitten. Also ich nicht, aber der Guide. Und dann wurde das an Haken gesteckt und dann wird das Ding ins Wasser gelasen und dann beißen Piranhas an. Theoretisch. Praktisch mussten wir zu vier Stellen fahren, bevor ich einen Piranha am Haken hatte. Aber einen richtig grossen. Der wurde dann nacher gebraten und ich hab ihn gegessen. Ich kann berichten, sie schmecken nach Fisch. Ich hatte übrigens gesagt, armer Piranha und da wurde mein Guide ganz böse und hat gesagt, Mitleid kann man mit Piranhas nicht haben. Denn, wenn du im Wasser schwimmst und dann zum Beispiel von einem Stück Holz verletzt wirst, sagen sie ja auch nicht, arme Anne, sondern fangen an, ihr Festmahl zu genießen. Hat er ja auch recht, aber warum gehst du auch in einen Fluss mit Piranhas. Selbst Schuld. Ich hatte natürlich schon wieder vergessen, dass ich da auch drin gewesen bin.

Tja, und dann war mein Pantanal-Abenteuer auch schon zu Ende. Es hat so viel Spaß gemacht!

Dann ging es auf nach Bonito!

Hier gibt es klare Flüsse mit vielen Fischen. Ideal zum Schnorcheln. Am ersten Tag war ich im Balneario Municipal. Das war schon schön. Im Wasser treiben, Fische angucken. Aber es waren mir doch zu viel Fische und zu große. Ich habe ja diese irrationale Angst vor großen Fischen. Die kleinen Piranhas machen mir keine Angst, aber ein ein Meter langer Catfish schon. Verrückt, nicht? Nein, sagt jetzt nichts.

Am zweiten Tag war ich in der Gruta do Lago Azul. Das ist ein unterirdischer, beleuchteter See, der von der Sonne angestrahlt wird, die durch ein winziges Loch einfällt. Durch die Brechung des Lichts wird der See so blau, weil blau die dominierende Farbe des Regenbogens ist. Das ist, was ich verstanden habe. Allerdings spreche ich ja kein portugiesisch. Das erklärt das Kauderwelsch. Der Abstieg in die Höhle hat eine Stunde gedauert. Aber nur, weil die so ein Trara um den Abstieg gemacht haben. Man durfte die Stufen nur seitlich runtergehen und musste jede Stufe anhalten, damit man nicht ausrutscht. Auf den ersten 100 Stufen war nichts, auf dem man hätte ausrutschen können. Dann wurden die Stufen ein wenig rutschig, aber selbst da wäre das Trara unnötig gewesen. Naja. Mir wurde gesagt, sie machen das, weil Brasilianer es nicht gewöhnt sind zu laufen. Sie fahren nur Auto, wie in den USA.

Am dritten Tag war ich am Rio da Prata. So einen klaren Fluss hab ich mein Lebtag nicht gesehen. Jedenfalls sind wir da geschnorchelt und haben Fische in den Arsch getreten. Echt, die waren so nah, dass man sie fast anfassen koennte. Und dann kam die Anaconda. Das war ein Erlebnis. Unser Guide hat so tolle Bilder gemacht und ein super Video.

Und jetzt warte ich, dass ich den Bus nach Iguazu nehmen kann. da sind die weltgrößten Wasserfälle. Die sind echt toll, denke ich. Ich werde berichten, wenn ich es hinter mir habe. Aber das werde ich wohl mündlich machen. Schließlich sind es nur noch zwei Wochen und zwei Tage, die ich hier verbringen darf.

1 comment

  1. Pingback: Meine vier liebsten Wassersportarten

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