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Von Prinzessinnen, Zyklonen und Haien -

Von Prinzessinnen, Zyklonen und Haien

19. April 2018

Edge of Eternity von Ken Follett

Die drei ??? und die Geisterbucht

kristallklares Wasser, weißen Sand und meine Mama

Wir hatten lose den Wetterdienst verfolgt, der zwar Regen für Fidschi anzeigte, aber nichts von einem Zyklon sagte. Als wir dann am Flughafen ankamen, waren wir überrascht, als uns andere Reisende mitteilten, dass am nächsten Tag ein Zyklon über die Inseln fegen sollte, aber  da das niemanden abzuhalten schien, haben wir uns auch in die Maschine gesetzt, die uns mit drei Stunden Verspätung nach Viti Levu gebracht hat.

Nadi

Wir wollten eigentlich die Hauptinsel so schnell wie möglich verlassen, aber am nächsten Tag hat uns die Reiseleitung angerufen und uns mitgeteilt, das der gesamte Fährverkehr eingestellt wurde, weil Zyklon Keni im Anmarsch war. Leider konnten wir in unserem Hotel der ersten Nacht nicht bleiben, daher hat uns die Reisetante ein anderes gesucht. Allerdings muss ich sagen, dass sie dabei versagt hat. Wir hatten kein Internet (was einfach gar nicht geht, wie soll man sich denn dann informieren?), kein Telefon und das Personal hat das Hotel während des Zyklons verlassen. Wenn etwas passiert wäre, wären wir auf uns allein gestellt gewesen. Alles andere als ideal.

Wir haben den Zyklon überstanden und am Mittwoch konnten wir dann mit zwei Tagen Verspätung auf die Mamanuca-Inseln fahren. Genauer auf Big Malolo, wo unser Hotel uns erwartete, und genauso ist, wie man sich die Südsee vorstellt. Weißer Sand, türkises Wasser, Palmen. Leider auch jede Menge Mücken.

Malolo

Am ersten Abend waren wir schwimmen in türkisem Wasser bei etwa 27 Grad. Gibt es was besseres? Ich glaube nicht. Unsere Strandbure hatte eine Außendusche, die zwar nur einen schwachen Wasserdruck hatte, aber trotzdem toll war. Der Infinity Pool war mit Salzwasser gefüllt und viel kälter als das Meer. Da konnte man sich zwischendurch mal erfrischen, wenn es sein musste.

Am nächsten Tag habe ich eine Schnorcheltour zur Honeymoon Island gemacht. Das Wasser war nicht ganz klar, aber trotzdem gab es viel zu sehen. Was mir ganz und gar nicht gefallen hat, war, dass einige der anderen Schnorchler auf dem Riff gestanden haben, um sich zwischendurch auszuruhen. Die Guides haben auch nichts dagegen gesagt, was ich noch schlimmer finde. Überall sah man das Ergebnis von toten Korallen und diese Leute haben dazu beigetragen, die Riffe weiter zu schädigen.

Abends gab es ein Lovo-Dinner. Dabei wird das Essen unter der Erde gegart. Danach gab es eine Tanzperformance, an der wir teilnehmen mussten. Leider sind wir nicht schnell genug verschwunden. Es war aber dann doch ganz lustig. Da wir am nächsten Tag schon wieder abreisen mussten, wurden wir mit einem Lied verabschiedet, das nur ein ganz klein wenig zu viel Pathos enthielt. Vielleicht war das alles Fassade, aber alle, die hier gearbeitet haben, sahen glücklich aus und waren super freundlich. Ich hab mich gefragt, ob ich auch netter wäre, wenn ich im Paradies leben würde …

Da wir erst nachmittags abgeholt werden würden, konnte ich noch einmal Schnorcheln gehen. Dieses Mal an einer Sandbank. Dies startete mit einem Schock, denn ich hab meinen Schnorchel und meine Maske beim Reinspringen verloren. Ich befürchte, ich hatte sie nicht richtig auf, blöderweise. Aber da eine andere herausgefunden hat, dass sie Schnorcheln nicht mag, konnte ich mit ihrer Taucherbrille tauchen gehen. Mich ärgert nicht mal so sehr, dass ich die Sachen verloren habe (man kann ja alles nachkaufen), aber ich hasse, dass ich Plastikmüll im Ozean gelassen habe. Das tut mir wirklich sehr leid.

Die Sichtbarkeit an der Sandbank war schlecht, weil so viel Sand im Wasser war, aber es waren unglaublich viele Fische da, viel mehr, als am Tag zuvor. Sie kamen auch viel näher, weswegen ich ein paar wirklich schöne Fotos mit meiner extra für diesen Urlaub gekauften GoPro machen konnte. Auf der Sandbank hat sich dann wieder gezeigt, dass  die Guides kein Gespür für den Erhalt von Ozean und Artenvielfalt hatten, denn sie haben einen blauen Seestern aus dem Wasser genommen, damit wir ihn ansehen und anfassen konnten. Dabei ist es ja so, dass manche Seesterne nach ein paar Minuten an der Luft schon eingehen. Das hat mir leider an diesen Schnorcheltrips nicht gefallen.

Yasawa Islands

Pünktlich um 3.40 wurden wir von einem kleinen Boot abgeholt, das uns zu unserem Kreuzfahrtschiff, der Fiji Princess, gebracht hat. Wir hatten an dem Tag echt viel Wellengang, daher war die Fahrt nicht ganz so angenehm und  das Klettern an Bord war auch schwieriger durch die hohen Wellen, aber dann waren wir an Bord und konnten die Fahrt genießen.

Der erste Stopp war Monuriki Island. Hier wurde Cast Away mit Tom Hanks gedreht. Durch den hohen Wellengang konnten wir hier leider am Abend nicht schwimmen gehen. Am Abend gab es das Kapitäns-Willkommens-Dinner und der Kapitän hat an unserem Tisch gesessen. Er war irgendwie schüchtern und gleichzeitig sehr witzig.

Nachts lagen wir vor Anker, weswegen es nicht so sehr schaukelte, aber am nächsten Morgen ging es mir nicht so gut und ich musste nur raus aus der Kabine. Eingesperrt sein bei Seekrankheit ist ganz schlimm. Ich bin dann auch immer sehr geruchsempfindlich, weswegen ich dann schnell fliehen musste. Draußen ging es dann wieder. Gott sei Dank. Denn der erste Schnorcheltrip der Reise war im Sharks Hole!

Ich wollte unbedingt Haie sehen und mit ihnen Schnorcheln und Schwimmen. Und das konnten wir auch tun. Es waren fünf Hai da, die bestimmt größer als anderthalb Meter waren. Man kann das so schlecht beurteilen, weil sie vor allem am Boden geschwommen sind und ich mehrere Meter dadrüber geschwommen bin. Daher behaupte ich einfach mal, dass sie zwei Meter groß waren, ach was, fünf …

Es war wirklich beeindruckend, diese Tiere aus der Nähe zu sehen, auch wenn es nur Riffhaie waren, die einem nichts tun. Aber trotz allem war da ein wenig Nervenkitzel, der das alles nur um so süßer gemacht hat. Leider war es viel zu schnell vorbei. Nachmittags haben wir ein Fidschi-Dorf besucht und viel über die Lebensweise der Menschen auf den Yasawa-Inseln erfahren. Danach konnten wir schwimmen gehen, bevor wir abends alle Sarees anziehen und Bollywood-Schritte lernen mussten. Ich bin ja immer nicht so für dieses ganze Animationsprogramm. Mir reicht es zu lesen.

Am dritten Tag unserer Kreuzfahrt ist Mama mit Schnorcheln gewesen, aber so richtig glücklich war sie damit nicht und hat sich relativ zeitig wieder einsammeln lassen, während ich noch ein bisschen länger die wunderschöne Unterwasserwelt genießen konnte. Aber der wirklich tolle Schnorcheltrip kam später an diesem Tag. Wir wurden auf einem weißen Sandstrand ausgesetzt und man konnte schon vom Strand jede Menge Fische sehen. Aber zu dritt wurden wir mit dem Boot noch an eine andere Stelle gebracht und hier war das Unterwasserparadies. Klares Wasser, traumhafte Korallen mit lila Spitzen, unglaublich viele Fische, die einem umschwärmt haben, kleinen Tintenfische mit türkisen Augen, die uns beobachten haben und auch Anemonenfische, die leider so tief unten waren, dass ich nur orangene Flecken auf dem Video habe. Es war einfach traumhaft schön. Ich glaube, ich bin noch nie zuvor an einem schöneren Riff geschnorchelt.

Als wir zurück am Strand waren, wollte Mama auch noch mal schnorcheln und es war so schön den Moment zu sehen, als sie die Liebe zum Schnorcheln fand. Plötzlich konnte sie sich gar nicht sattsehen an all den Fischen unter ihren Füßen. Das hat mich soooo glücklich gemacht, weil ich es so liebe und sie jetzt auch.

Und dann waren unsere drei Nächte leider auch schon wieder vorbei. Am nächsten Tag konnten wir vormittags noch einmal schnorcheln gehen, was ich natürlich auch getan habe, bevor wir mittags von einem Katamaran abgeholt wurden. Leider aus der wunderschönen Yalobi Bay, in der ich gerne noch verweilt hätte. Vom Schiff aus hat Mama noch einen Hai gesehen, den ich mir gerne beim Schnorcheln noch angeguckt hätte.

Nach unserer Kreuzfahrt letztes Jahr wollten wir eigentlich nie wieder eine Kreuzfahrt machen, aber diese hier mit Blue Lagoon Cruises hat sich wirklich gelohnt. Auf einem kleineren Schiff mit wenigen Passagieren ist es auch einfach angenehmer. Ich kann diese Kreuzfahrt mit ganzem Herzen empfehlen. Man wird nicht enttäuscht sein.

Wir haben jetzt noch eine Woche auf Fidschi, bevor es nach Sydney geht. Ich will noch schnorcheln, schnorcheln, schnorcheln …

Fotos und Videos finden sich hier.

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