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Wandeln in Angkor Wat -

Wandeln in Angkor Wat

27. Januar 2017

Si Phan Don liegt in der Nähe der laotisch-kambodschanischen Grenze und ich habe eine Busfahrt direkt bis Siem Reap gebucht. Der Grenzübergang an sich war unkompliziert, aber die Warterei hat mich beinahe wahnsinnig gemacht. Mehr als drei Stunden mussten wir warten. Und in der Zeit hatten wir unsere Reisepässe nicht, was mich nervös gemacht hat. Außerdem wurde Fieber gemessen, falls man Malaria oder Dengue hat.

Siem Reap

Mein heimliches Highlight der Reise war Angkor. Im Grunde hätte ich auch nur diese wunderschöne Tempelanlage besuchen können und wäre glücklich gewesen. Ich habe für drei Tage ein Tuk Tuk gemietet (das hat etwa 10 € pro Tag gekostet) und habe jede Menge Tempel angeschaut. Natürlich den Haupttempel Angkor Wat, den größten Tempelkomplex der Welt. Die Khmer haben diese Anlage vom 9. bis 15. Jahrhundert genutzt und einzigartige Bauwerke geschaffen, die in ihrer Schönheit wahrlich ihres gleichen suchen. Sie sind teilweise sehr gut erhalten, wie Angkor Wat, und teilweise hat sich die Natur zurückgeholt, was ihr gehört, wie beim sogenannten Indiana-Jones-Tempel Ta Prohm. Ich fand auch den Bayon-Tempel faszinierend.

Nicht so begeistert war ich vom meinem Hotel, denn sie hatten offensichtlich meine Buchung über Booking nicht bekommen (oder verlegt), waren ausgebucht und statt mir zu sagen, dass ich mir ein anderes Hotel suchen soll, haben sie mich in das Zimmer des Verwalters gesteckt, das voller Mücken war. Ich hab in der ersten Nacht bestimmt hundert Mückenstiche bekomme, die alle dick geworden sind. Am nächsten Tag bin ich dann an einem medizinischen Zentrum vorbei gekommen, auf dem groß vor hämorrhagischem Denguefieber gewarnt wurde. Außerdem wurde ich um vier Uhr morgens geweckt, weil ein Gast dachte, dort den Verwalter anzutreffen. Alles in allem lohnt es sich nicht immer, das billigste Hotel am Platz zu nehmen.

Siem Reap selbst ist eine moderne Stadt mit einem tollen Restaurantangebot und vielen Kulturangeboten, aber nach den drei Tagen Angkor und den Mückenstichen der Hölle wollte ich nur noch weg.

Shianoukville

Ich brauchte ein wenig Luxus, weswegen ich ein Hotel am Strand gebucht habe, um meinen geschundenen Körper zu heilen. Da gleichzeitig aber auch meine neue Veröffentlichung anstand und ich dafür noch mein Manuskript überarbeiten musste, habe ich nicht soooo viel vom Strand gehabt. Er ist sehr voll und besonders abends toll mit all den großartigen Fischrestaurants direkt auf dem Sand. Am liebsten habe ich die gegrillten Tintenfische gegessen.

Man kann hier alles machen, was das Herz begehrt. Es hat diesen tollen Beachvibe, der so schön relaxt ist, es gibt tolle Restaurants mit internationaler Küche, aber auch einheimische Lokale, in denen man gut essen kann. Aber für mich am tollsten war mein mückenfreies Zimmer mit Klimaanlage.

Phnom Penh

Früher wurde diese Stadt die Perle Asiens genannt und wenn man durch die Straßen fährt, weiß man auch warum. Nach der Schreckensherrschaft der Roten Khmer entwickelt sich die Hauptstadt des Landes rasend schnell wieder zu der traumhaften Stadt, die sie mal war. Der Königspalast ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Man sieht nicht nur den einzigartigen Baustil, sondern kann manche Gebäude auch betreten und sieht etwa Kleidung für offizielle Anlässe und ähnliches. Interessant ist auch die Silberpagode, deren Boden aus 5000 Silberfliesen besteht.

Für mich wäre ein Besuch der Stadt nicht komplett, wenn man nicht auch die Zeugnisse der schrecklichen Vergangenheit anschauen würde. Dazu gehört das Foltermuseum, aber auch die Killing Fields von Choeung Ek. Dieses Denkmal für die Opfer der Roten Khmer geht an die Nieren. Der Audioguide erzählt anschaulich die Geschichte und lässt auch Zeitzeugen zu Wort kommen. Mehr als einmal liefen mir bei den furchtbaren Erzählungen die Tränen über die Wangen. Die Roten Khmer haben fast ein Viertel der damaligen Bevölkerung getötet, Erwachsene, Kinder, Frauen, Männer und vor allem die geistige Elite des Landes, Lehrer, Wissenschaftler, Journalisten etc. um ihre Vision der bäuerlichen Gesellschaft durchzusetzen.

Nach diesen Schrecken, die wirklich nicht leicht zu verdauen waren, brauchte ich die Zuflucht meines schönen Hotels. Trotzdem finde ich es wichtig, sich auch solche Plätze anzusehen, als Mahnung, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind, und das wir immer wachsam sein müssen.

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