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Wassersport zum Abwinken -

Wassersport zum Abwinken

12. Juni 2018

Darkfever von Karen Marie Monning

Krähen! Meine Güte können die angepisst klingen.

mein neues Buchcover!

Exmouth und Umgebung sind besonders für das Ningaloo Reef bekannt, ein sehr abgeschiedenes Riffsystem, das sich ausgezeichneter Gesundheit erfreut und daher eine Fülle an Lebewesen beherbergt.

Turquoise Bay

Da ich ja dachte, ab Donnerstag wird das Wetter schlecht, bin ich noch am Dienstagnachmittag in den Cape Range Nationalpark gefahren, um in der Turquoise Bay zu schnorcheln. Es gibt hier zwei Stellen, einmal die Bay und einmal den Drift. Da im Reiseführer stand die Bay ist für Anfänger und der Drift für geübte Schnorchler bin ich zuerst zur Bay gegangen. Wirklich. Aber es war so langweilig, das ich beinahe eingeschlafen wäre. Daher habe ich nach fünf Minuten meine Sachen gepackt und bin zum Drift am Strand entlang gelaufen.

Vom Parkplatz aus läuft man etwa zweihundert Meter den Strand hinunter und schwimmt dann etwa dreißig, vierzig Meter hinaus. Die Strömung treibt einen dann an Korallen mit jeder Menge Fischen vorbei. Aber man muss aufpassen und vor der Sandbank „aussteigen“, sonst wird man auf das Meer hinausgezogen. Angeblich haben andere Schnorchler eine Schildkröte und einen Hai gesehen, aber ich glaube, die wollten mich nur ärgern.

Ich hab beides nicht gesehen, dafür aber eine Vielzahl an Fischen. Und da die Korallen knapp unter der Wasseroberfläche sind, hat mein Schnorchelherz schneller geschlagen. Hier sind aber vor allem harte Korallen zu sehen, die meist nur braun und grün sind. Die farbenfrohen weichen Korallen sind hier nicht zu sehen.

Walhai-Tour

Diese Tour hat einen Traum erfüllt, von dem ich nicht einmal wusste, dass ich ihn habe. Oder erst seit ich im Lonely Planet vom Ningaloo Reef gelesen habe. Seitdem wusste ich, dass ich UNBEDINGT eine Walhai-Tour machen musste.

Es ging mit dem Minivan zum Anleger und dann mit einem kleinen Tenderboot zum eigentlichen Boot. Wir wurden mit Neoprenanzügen, Flossen und Co. ausgestattet und dann ging es zum ersten Schnorchelspot. Dieser dient vor allem zur Übung, denn später muss alles schnell-schnell gehen. Das beste an diesem Spot? Ich habe meine erste Schildkröte gesehen und es war sooooo wunderbar. Sie schwimmen so lustig durch die Gegend und irgendwie erinnern sie mich immer an Dori „einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen“ (ja, ich weiß, dass die eigentlich Schildkröten in Findet Nemodie coolen Dudes sind). Jedenfalls war der Tag für mich damit schon ein Erfolg.

Mit Flugzeugen wird nach den Walhaien gesucht, die zwischen März und Juli (glaube ich) in der Region sind. Wenn ein Walhai gesichtet wird, macht sich das Schiff auf den Weg dort hin. Diese größten Fische der Welt sind wild und machen natürlich, was sie wollen. Daher muss es schnell gehen. Wenn man nah dran ist, müssen alle schnell ins Wasser. Wenn man einen „guten“ Walhai hat, schwimmt er langsam vor sich hin, sodass man neben ihm schwimmen und ihn bewundern kann. Wenn man einen „schlechten“ hat, dann taucht er ab. Kaum waren wir das erste Mal im Wasser, war der gesichtete Walhai weg. Und dann ging es wieder ins Boot zurück. Bis er wieder auftauchte. Schnell zurück ins Wasser, aber dieses Mal war er so schnell, dass ein paar nur die Schwanzflosse gesehen haben und andere nichts. Ebenso beim dritten Mal. Jeder dieser Ausflüge ins Wasser dauerte zwei, drei Minuten.

Und das ist auch das, was mir persönlich nicht so gut gefallen hat. Es war einfach so hektisch. Was ich am Schnorcheln liebe, ist das Relaxte, dass man sich Zeit nehmen kann, dass man Gucken und Staunen kann. Es war so großartig, als ich beim vierten Mal endlich einen Walhai gesehen habe. Nicht nur kurz, sondern ein paar Minuten lang. Von der einen Seite und von der anderen und von hinten. Sie sind solch wunderschöne und majestätische Tiere und ich bin froh, dass ich die Tour gemacht habe. Aber die ganze Hektik war einfach nicht meins. Ich hätte es schöner gefunden, wenn ich sie einfach irgendwann mal am Riff gesehen hätte (sehr unwahrscheinlich, weil sie nicht mal in der Nähe des Riffs waren, und ich sie daher nie zufällig gesehen hätte) und dann wäre ich zufrieden gewesen (Fotos mit freundlicher Genehmigung von Sean von Exmouth Diving Center. Ich selber habe keine Fotos gemacht, weil das noch mehr Stress zu der ganzen Sache hinzugefügt hätte und ich wusste ja, dass ich nachher die Fotos vom Fotografen bekomme).

Muiron Islands

Am Donnerstag hat es doch nicht gewittert, weswegen ich noch zu einer Tour zu den Muiron Inseln aufgebrochen bin. Diese Inseln gehören auch zum Ningaloo Reef, haben aber weiche Korallen und sind daher sehr farbenprächtig. Das einzige Problem war, dass es sich eigentlich um einen Tauchtrip gehandelt hat. Ich war die einzige Schnorchlerin an Bord. Sie haben also die Spots danach ausgewählt, wo es sich am besten Tauchen lässt und nicht danach, wo die Korallen an der Wasseroberfläche sind. Von der Farbenpracht konnte ich also nichts sehen, was ich schade fand.

Ich bin an drei Stellen geschnorchelt, aber jedes Mal waren die Korallen teilweise bis zu zehn Meter unter mir, weswegen ich nicht sooo viel gesehen haben. Das fand ich schade.

Für mich muss ich also festhalten, dass ich nicht mehr mit Tauchtrips rausfahre. Die sind mit Sicherheit super für Taucher, aber wenn man Schnorcheln will, eher ungeeignet.

Trotzdem war der Tag schön, weil wir gutes Wetter hatten, Seekühe vom Boot aus gesehen haben und an Bord Burger gegrillt wurden.

Coral Bay

Wenn Exmouth schon klein ist, ist Coral Bay kaum existent. Es gibt nur eine einzige Straße und die führt, Gott sei Dank, zum Strand. Da die Fahrt nur anderthalb Stunden dauert, war ich schon um halb elf da und bin dann sofort Schnorcheln gegangen, denn hier kann man sofort vom Strand aus Schnorcheln. Und ich habe noch nie solch wunderschöne Korallen gesehen. Es sind Cabbage Corals (Kohl Korallen, wobei ich nicht weiß, ob man sie auf Deutsch auch so nennt) und sie sind wie ein Blumenbouquet im Wasser. Blöderweise habe ich meine Kamera nicht mit ins Wasser genommen und war dann auch zu faul, sie noch mal holen zu gehen, daher habe ich keine Fotos von diesen, aber am nächsten Tag konnte ich noch welche an anderer Stelle machen, obwohl sie nicht ganz so riesengroß und wunderschön wie an dieser Stelle waren.

Mantarochen-Tour

Neben den Walhaien, die man auch in Coral Bay besuchen kann, gibt es noch eine weitere Attraktion, nämlich die Mantarochen. In Coral Bay gibt es etwa vierzig Rochen, die das ganze Jahr über da sind, und bis zu tausend, die saisonal kommen und gehen. Es ist also ein guter Spot, um diese Giganten zu Gesicht zu bekommen.

Die Tour startet auch mit einem kleinen Schnorcheltrip, aber dieser hatte es in sich. Denn es ging zum Außenriff zu einer sogenannten Putzerstation. Hier lassen sich große Fische von kleinen Fischen pflegen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass zwei Riffhaie auftauchten und sich die Zähne putzen ließen. Nein, wirklich. Sie haben das Maul aufgemacht und kleinen Fische sind hin und her geflitzt, um die vielen Zähne von altem Fleisch und ähnlichen zu befreien. Auch die Haut wird von Schmutz und Parasiten befreit. Das war so schön anzusehen. Außerdem haben wir noch eine Schildkröte gesehen, was den Trip schon am Anfang zum Erfolg werden ließ.

Kaum waren wir fünf Minuten an Bord, vermeldete das Flugzeug die Sichtung eines Mantas. Wir hatten kaum genug Zeit für unser Briefing, aber es sollte eigentlich ähnlich sein, wie bei den Walhaien. Rein ins Wasser, wenn der Rochen fort ist, wieder ins Boot, dann wieder suchen, rein ins Wasser und so weiter. Nachdem uns das erklärt wurde, dachte ich schon, o Gott. Nicht schon wieder. Aber kurz bevor es dann ins Wasser ging, wurden alle Regeln wieder umgeschmissen, denn es waren elf Mantas da.

Elf.

O mein Gott.

Wir haben anderthalb Stunden an dieser Stelle im Wasser verbracht und mindestens fünf verschiedene Mantas, unter anderem Resident Betty, sind um uns herumgeschwommen. Man konnte nach links und nach rechts gucken und ständig hat man wieder einen gesehen. Manche waren verspielt (Mantas sind sehr intelligent, sie haben das größte Gehirn von allen Fischen, im Verhältnis zur Körpergröße), andere mit Fressen beschäftigt. Und es war einfach nur großartig. Sie haben sich im Wasser gerollt, haben sich die Schwimmer angeschaut und waren die ganze Zeit um uns herum. Wir mussten also nicht ständig aus dem Wasser und wieder rein.

Aber wir hatten auch einfach viel Glück. Am Vortag wurde nur ein einziger Manta gesichtet und die Guides haben gesagt, dass sie noch nie so einen wunderbaren Schnorchelgang erlebt haben. Ich bin so unglaublich dankbar für dieses großartige Erlebnis und bin froh, dass ich die Tour gemacht habe, vor allem, weil ich mir morgens gewünscht hatte, dass sie abgesagt wird, weil ich mich ein bisschen unwohl gefühlt habe. Gott sei Dank wurde sie nicht abgesagt, denn das war ein Erlebnis fürs Leben.

Weil wir so schnell so viele Mantas gesehen haben, ist der letzte Schnorchelgang des Tages dann auch an einer Stelle gewesen, die sie normalerweise aus Zeitgründen nicht anfahren können. Und was soll ich sagen? Noch mehr Schildkröten. Einige haben auch eine Moräne gesehen. Ich leider nicht, weswegen das der neuste Wunsch auf meiner Bucket List sein wird.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen Tigerhai, einen chinesischen Weißdelfin, eine Seekuh-Mama mit Baby und einen Stachelrochen gesehen. Kann dieser Tag noch irgendwie perfekter gewesen sein? Ich bin so sprachlos und dankbar für diesen unvergesslichen Tag.

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