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Wir sind keine Citygirls -

Wir sind keine Citygirls

1. April 2018

Nach den regnerischen Kaikoura-Tagen sind wir schließlich nach Nelson gefahren, was ein Tipp meiner Kollegin Saskia Louis war (ganz ehrlich: was würden wir nur ohne sie machen?). Es war auch wirklich, wirklich schön. Die Sonne war wieder da, der Ort ist einfach hinreißend und wir hatten tolles indisches Essen.

Nelson

An dem Morgen wollten wir eigentlich noch die Seehunde in Kaikoura besuchen, aber aufgrund von schlechten Verhältnissen wurde die Bootsfahrt abgesagt, also machten wie uns stattdessen auf den Weg nach Nelson. Auf dem Stück Weg, der am Meer entlang führte, haben wir aber noch hunderte Seehunde auf den Felsen liegen sehen. Man durfte nicht anhalten, wegen der ganzen Baustellen, aber wir haben uns sehr über den Anblick gefreut.

Es sind „nur“ 300km (oder so) bis Nelson, aber die Straßen der Südinsel sind anders, heißt, es dauert länger. Aber die Ausblicke und Wege entschädigen für alles. Nach der Ankunft haben wir nicht mehr so viel gemacht, außer bei Starbucks einen Kaffee zu trinken (Mama mag jetzt White Mocha).

Am nächsten Tag sind wir zur Kathedrale gegangen, haben eine große Runde durch die Stadt gedreht (ein wirklich zauberhaftes Örtchen und so schön hergerichtet mit all den Blumenkübeln und süßen Cafés) und sind dann im Queen Garden gelandet, wo wir auf der Bank gesessen und gelesen haben. Abends sind wir im Indian Café gewesen und es war soooo lecker. Mama hatte was mit Garnelen und ich Chicken Korma und es war sooo gut. Also auf jeden Fall hingehen, wenn man mal da ist.

Den letzten Tag auf der Südinsel verbrachten wir im Founders Heritage Park, etwa zwei Kilometer vom Statdzentrum entfernt. Das nachgebaute Dorf (inklusive einigen Originalbauten) ist zwar klein, aber liebevoll angelegt. Das Café lädt auf jeden Fall zum Verweilen ein und ich habe eine Stunde in der Sonne auf der Wiese geschlafen (Mama hat gelesen und die merkwürdigen Enten betrachtet). Danach waren wir im Burger Culture (die Shakes, die wir nicht hatten, sahen so grandios aus!). Ich hatte den Chicken Pesto Burger. Mama hatte Chicken Wings. Beides unglaublich gut. Und die Pommes auch.

Picton – Wellington Fähre

Von unserem kleinen Holden Trax mussten wir uns in Picton verabschieden, denn man nimmt den Mietwagen nicht mit auf die andere Insel. Stattdessen bekommt man in Wellington ein neues Auto. Die Fährfahrt gilt als eine der schönsten der Welt. Da ich noch nicht auf so vielen Fähren war, kann ich das nicht beurteilen, aber es ist schön durch den Fjord zu fahren. Nicht so schön sind alte deutsche Männer an Bord, die Neuseeland schlecht machen müssen, weil es nur dann ein schönes Land sei, wenn man noch nichts von der Welt gesehen hätte. Wenn man aber schon überall war, wäre es nicht der Rede wert. Dazu kann ich nur sagen: Ich war schon an vielen Orten dieser Welt und trotzdem beeindruckt mich Neuseeland sehr. Klar gibt es woanders immer größer und schneller und besser, aber wenn man so durchs Leben geht, wird man nicht glücklich. Einfach jeden Tag genießen, den man auf Reisen sein darf.

Wellington

Bei so vielen unglaublichen Landschaften, die wir gesehen haben, kann eine Stadt gar nicht so wunderbar sein. Was immer die Schönheiten dieser Stadt sind, ziehen sie doch den Kürzeren gegen die Pracht der Südinsel. Zunächst einmal haben wir ein viel größeres Mietauto bekommen, bei dem es echt gedauert hat, bis ich mich daran gewöhnt hatte (obwohl wir beide froh über den größeren Kofferraum sind). Wir waren in einem Hotel mit Gemeinschaftsbad (am Anfang dachte Mama, dass das bedeutet, das man mit allen gemeinsam duscht, so wie im Schwimmbad. Das würde sie so von früher kennen) ganz in der Nähe vom Te Papa, dem Nationalmuseum von Neuseeland, das wir uns am nächsten Tag angesehen haben.

Aber zunächst sind wir mit dem roten Cable Car auf den Berg gefahren, auf dem der botanische Garten und das Observatorium ihre Heimat haben. Letzteres war geschlossen, aber der Garten war schön. Hier haben wir zum ersten Mal die Tui mit ihrer lustigen Stimme gesehen (Video bei Napier). In etwa vierzig Minuten kann man den Berg hinunter laufen, aber wir mussten noch am Treehouse halt machen, und haben viel über die Bäume des Gartens gelernt.

Danach sind wir dann ins Museum gegangen, haben uns vor allem die Maori-Ausstellung angesehen, bevor wir in Sweet Mother’s Kitchen essen waren. Wer hätte gedacht, dass man authentisches Cajun Food am Ende der Welt essen kann? Wir hatten das Gumbo und den Cajun Fish und waren im Essenshimmel.

Napier

Eigentlich hatten wir uns vorgestellt, dass wir immer zur Touristeninformation des Ortes fahren würden und dort ein Zimmer buchen würden. Aber weil so viel auf der Südinsel schon ausgebucht war, haben wir immer ein, zwei Tage vorher online gebucht (und selbst das war manchmal knapp). Nach Napier sind wir ohne vorherige Unterkunft gefahren und hatten Glück. Denn wir hatten fast vergessen, dass Ostern ist und daher viel ausgebucht sein würde. Aber wir haben ein süßes B&B buchen können. Die Besitzer waren wirklich lieb und freundlich, aber man musste immer durch ihr Wohnzimmer laufen, wenn man raus wollte, was uns ein klein bisschen unangenehm war.

Wir waren Minigolf spielen (ich habe mit einem Schlag gewonnen, aber Mama hat einmal ein Hole-in-1 geschlagen!), im Aquarium (nachdem ich das tolle Aquarium in San Francisco kenne, war ich von diesem hier nicht ganz so begeistert. Die Becken waren alle ziemlich klein, aber die Fütterung der Pinguine war schön!) und sind zum Cape Kidnapper gefahren. Allerdings haben wir nicht die Australtölpel besucht, weil wir nicht zur richtigen Zeit da waren. Stattdessen haben wir uns gesonnt.

Taupo

Taupo ist einer der touristischsten Orte Neuseelands und wir waren natürlich auch noch am Osterwochendende hier. Normalerweise leben hier etwa 35.000 Menschen, aber an den nationalen Feiertagen sind bis zu 70.000 Menschen in der Stadt. Leider.

Wir waren bei den Huka Falls, die echt eine tolle Farbe haben. Sie gelten als die meistbesuchte Attraktion des Landes, aber ich fand die Wasserfälle auf der Südinsel beeindruckender. Obwohl Rafting hier bestimmt spannend ist. Danach waren wir auf einer Bootsfahrt zu den Wasserfällen und konnten sie noch mal aus einer anderen Perspektive betrachten. Und wir waren bei den Aratiatia Stromschnellen. Diese waren die beeindruckendsten Stromschnellen des Flusses bis ein Damm errichtet wurde. Aber um 10, 12, 14 und 16 Uhr (im Winter nicht um 16 Uhr) wird der Damm geöffnet und man kann die Stromschnellen wieder bewundern.

Am nächsten Tag waren wir erst bei Lava Glass, einer sehr beeindruckenden Glasbläserei, die auch von Chihuly aus Seattle inspiriert werden. Ich war im letzten September in Seattle und es ist schon spektakulär. Dieses Mal sind wir aber nicht nur in der Ausstellung gewesen, sondern auch im Studio und haben gesehen, wie eine Parfümflasche aus buntem Glas hergestellt wird. Auch Mama fand das beeindruckend, obwohl sie das eigentlich schon mal gesehen hat.

Danach waren wir im Thermalgebiet Wairakei und haben uns die Sinterterrassen und das Maoridorf angeschaut. Wir hatten gedacht, dass der Andrang groß sein würde, weswegen wir keine Badesachen mitgenommen hatten, was wir dann aber bereut haben, denn es war nicht voll.

Die Craters of the Moon sind auch noch ein Thermalgebiet, durch das man auf angelegten Holzpfaden laufen kann. Überall kommt Wasserdampf aus dem Boden und es gibt auch einige große Krater. Der Schlammkrater war leider ganz trocken (bei all dem guten Wetter kein Wunder). Richtige Geysire gab es allerdings nicht, auch, wenn man es brodeln gehört hat.

Morgen fahren wir noch mit einem Piratenschiff zu den Maori-Felsritzungen, bevor es nach Rotorua geht. Dort werden wir uns die Nase zuhalten müssen, denn es soll überall nach Schwefel riechen.

Fotos und Videos gibt es hier.

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